Freitag, 19. Januar 2018

Auf ins neue Jahr

Foto: Yvonne Reip


2018 begann für mich schmerzhaft mit Ischias und Rücken. Genau genommen fing das schon vor Silvester an. Dadurch waren die ersten zwei Januarwochen voll mit Physioterminen. Die Akupunkturbehandlung bescherte mir Angstzustände. Keine Ahnung, warum ich so heftig darauf reagiere. Es ist einfach nichts für mich. Mittlerweile geht es mir schon viel besser, auch wenn immer noch ein Restschmerz übrig ist.

Letzte Woche habe ich endlich einen langgehegten Gedanken umgesetzt und mit Yogastunden angefangen. Das sollte kein Neujahrsvorsatz sein. Die immer wiederkehrenden Rückenschmerzen drängten einfach auf Aktion. Und es ist genau das Richtige für einen Sportmuffel wie mich. Im Grunde bewege ich mich ja gerne, aber Kraft- oder Ausdauertraining schrecken mich einfach ab. Es soll ja Spaß machen. Yoga ist schön ruhig und dennoch nicht ganz unanstrengend. In der Physiotherapie wurde deutlich, dass sich die Muskulatur und Bänder in meinen Beinen verkürzt haben und der Dehnung bedürfen. Meine Güte, bin ich steif geworden! Ich war doch mal so beweglich und gelenkig. Als Kind. Jedenfalls erhoffe ich mir vom Yoga, wieder fitter zu werden und vielleicht meinen Stresspegel zu senken.

Sturmtief Friederike hat gestern unser Gartenhäuschen zerstört. Es hätte sowieso ausgebessert werden müssen, aber ich fürchte, dass da nun nichts mehr zu machen ist. Die Wände haben sich nach außen gebogen, und die Tür ist endgültig hin. Wann immer ich im Garten denke, mit der Gestaltung fertig zu sein, geht irgendwo was kaputt oder wird von Schnecken gefressen. Dabei ist unser Garten echt winzig. Da ich aber versuche, eigenes Gemüse anzubauen - bisher erfolglos - bin ich halt ständig beschäftigt. Die Tomaten wurden letztes Jahr von der Braunfäule dahingerafft. Der Schneckenzaun versagte seinen Dienst. Dieses Jahr wollen wir ein Hochbeet aufstellen und schneckengefährdetes Gemüse in Kübeln pflanzen. Mit dem Salat hat das funktioniert. Der blieb verschont. Ob ich es nochmal mit Tomaten versuche, weiß ich noch nicht. Wenigstens wachsen die Kräuter fröhlich vor sich hin. Die Erdbeeren werden in Balkonkästen in den Zaun gehängt. Da können sie zwar immer noch von Vögeln gefressen werden, aber die Schnecken kommen nicht mehr ran, und ich muss nicht an zwei Fronten kämpfen.

Mein Buch hat sich über Weihnachten recht gut verkauft. Ich habe mittlerweile 100€ damit verdient. Ein kleiner Buchladen in meiner Heimatstadt ist eventuell daran ineressiert, es in sein Sortiment aufzunehmen. Da mir das Schreiben so viel Spaß gemacht hat und ich es äußerst befriedigend finde, mit etwas Selbstgeschaffenem Geld zu verdienen, überlege ich, ein zweites Buch zu schreiben, habe aber noch keine Idee dazu.

Für meinen Blog überlege ich, ob ich nicht doch zusätzlich andere Themen aufnehmen soll. Der Schwerpunkt soll zwar auf Depression und Hochsensibilität bleiben, aber vielleicht denke ich da zu eng.

2018 ist nur eine Zahl. Ich verspreche mir nichts davon. Ebenso wenig verfluche ich die vergangenen Jahre in der verbitterten Hoffnung, dass dieses besser wird. Ich kann nur meine Schlüsse aus der Vergangenheit ziehen, den Moment gestalten und die nächste Zukunft planen. Dafür brauche ich keinen Jahreswechsel. Er kann jedoch dazu anregen, neue Ziele zu stecken, Ideen zu entwickeln, oder einfach Lust auf Veränderungen bringen. Kleine Veränderungen.

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