Montag, 23. Mai 2016

Sicherheit und Entspannung in der Hängematte


Vor ein paar Wochen habe ich mir eine Hängematte gekauft. Da uns zu der Zeit das erste sommerliche Wetter erfreute, konnte ich sie auch gleich ausgiebig testen. Was mir sofort auffiel: ich konnte endlich mal richtig entspannen. Oft denke ich, dass ich mich ausruhe, indem ich auf dem Sofa liege oder ein Bad nehme. Und doch spüre ich dabei ständige Verspannungen (besonders im Nackenbereich). Auch meine Hände krampfen sich zu Fäusten zusammen. Sobald mir dies bewusst wird, lasse ich die Muskeln los. Es dauert aber nicht lange, bis sich wieder alles zusammenzieht. Von Entspannung also keine Rede. Ganz anders in der Hängematte! Woran mag das liegen? Was ist hier anders?

Ich vermute - oder bin vielmehr überzeugt -, dass das Liegen in einer Hängematte den pränatalen Aufenthalt im Mutterleib imitiert. Insbesondere, wenn man die Seiten über sich schließt, so dass man wie eine Raupe im Kokon liegt (habe ich gemacht, um keinen Sonnenbrand zu kriegen). Der Wind schaukelt einen dazu noch leicht.

Meine Therapeutin empfahl mir Wassertragen, welches auch in Heiligenfeld angeboten wird, um mein pränatales Trauma zu heilen und Gefühle von Sicherheit und Vertrauen zu stärken. Dazu braucht man aber einen Partner - worauf man sich auch erstmal einlassen muss - und ein Schwimmbad. Mit einer Hängematte kann man unabhängig jederzeit sein Trauma heilen und ein Stück Sicherheit und Getragenwerden im Mutterleib nachholen. Klingt verrückt? Funktioniert aber! Anders kann ich mir die tiefe Entspannung, die ich seit langem vergeblich suche, nicht erklären. Das alleine wird ein pränatales Trauma wohl nicht lösen. Aber es kann den Heilungsprozess sicherlich unterstützen.

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