Samstag, 23. Mai 2015

Fast alltäglicher Wahnsinn


Im Moment komme ich nicht zum Schreiben, obwohl mir viel durch den Kopf geht. Einerseits fehlt mir die Kraft, andererseits spielt das Leben gerade total verrückt.

Da die Pharmaindustrie mein Thyroxin in der Zusammensetzung verändert hat, kriege ich die Schilddrüse nicht richtig eingestellt. Das bedeutet Herzklopfen, Schwindel, Schwächegefühl, Ängste, Erschöpfung.

Im Juni steht mein erstes Praktikum als Hufpflegerin an, vor dem ich echt Respekt habe und mich frage, ob ich das überhaupt durchstehe und nicht beim ersten Shetlandpony schon zusammenbreche.

Als würde das nicht reichen, haben wir nun auch noch Streit mit unseren Vermietern. Ich möchte hier nicht allzu sehr darauf eingehen, weil das zu viel wäre und mich auch nur aufregen würde. Diese Menschen verstehen das Mietrecht nicht und wollen uns loswerden. Auf welcher Rechtsgrundlage... das wüßte ich mal gern. Der Verbraucherschutz sagt, wir sind im Recht, und die können uns nichts. Die Vermieter sehen das anders, beschimpfen, bedrohen und erpressen uns. Zwischendurch sind sie plötzlich ganz freundlich und versöhnlich. Dann holen sie wieder ordentlich aus. Wir müssen also auch noch umziehen, denn das ist hier nicht mehr auszuhalten. Interessanterweise sind nach uns 3 Menschen in dieses Haus gezogen und berichten, dass sie seitdem ängstlich und depressiv sind. Es ist also ohnehin an der Zeit, hier zu verschwinden. Darüber denken wir ja schon sehr lange nach. Leider hasse ich Umzüge. Ich versuche es, als neue Chance zu sehen. Im Moment bin ich einfach nur durch.

Zwischen diesem ganzen Wahnsinn werden mein Mann und ich trotz allem im Juli unser Eheversprechen nach knapp 11 Jahren erneuern - in einer keltischen Zeremonie. Nur wir, der Druide und die Hexe. In einem Steinkreis. Darauf freuen wir uns sehr.

Obwohl ich so erschöpft bin, spüre ich eine Kraft in mir. Es geht immer noch vorwärts, auch wenn ich mich oft schlecht fühle. Ich hoffe einfach nur, dass wir bald eine geeignete Wohnung finden und meine Katze und ich den Umzug gut verkraften.

Bild: Pixabay

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