Mittwoch, 4. März 2015

Pränatale Metamorphosetherapie

Schneckenhaus im Sand

Zunächst möchte ich im Anschluss an den letzten Post darauf hinweisen, dass ich meiner Mutter keine Vorwürfe mache, wie Schwangerschaft und Geburt für mich verlaufen sind. Sämtliche Maßnahmen hatten das Ziel, mein Leben zu retten. Dass die Geburt eingeleitet wurde, nachdem meine Mutter schon so lange in den Wehen gelegen hatte, kann ich ebenfalls verstehen. Sowas passiert. Da gibt es andere Dinge, die ich meiner Mutter vorwerfe.

Auf die pränatale Metamorphosetherapie wurde ich von meiner Therapeutin aufmerksam gemacht. Dieser Ansatz hat seinen Ursprung in der Reflexzonenmassage und wurde von Robert St. John entwickelt. Behandelt wird die Innenseite der Füße, die mit der Wirbelsäule in Verbindung steht und als pränatale Linie bezeichnet wird. Auf dieser Linie befinden sich 8 Punkte, die verschiedene Abschnitte der vorgeburtlichen Zeit kennzeichnen. Durch die Massage sollen pränatal entstandene Blockaden gelöst und Lebensenergie freigesetzt werden. Dies ermöglicht, das eigene Potential ungehindert entfalten und nutzen zu können. Metamorphose bedeutet Umwandlung. Die in der vorgeburtlichen Phase geprägten Energie- und Lebensmuster werden somit transformiert. Massiert wird in sanften kreisenden oder streichenden Bewegungen von der Zehenspitze (Vor-Empfängnis) entlang der geschwungenen Linie bis zur Ferse (Geburt). An Kopf und Händen befinden sich ebenfalls solche Linien. In den Füßen wird das Seinsmuster behandelt, im Kopf das Denkmuster und in den Händen das Handlungsmuster.

Normalerweise lässt man sich von einem ausgebildeten Therapeuten massieren. Dann hat dieses Verfahren sicher eine tiefgreifendere Wirkung. Ich mache das fast jeden Tag selbst, nachdem meine Therapeutin mir gezeigt hat, wie es geht. Und ich bilde mir ein, dass es tatsächlich was bringt. Da ist kein Wow-Effekt, und es ist auch kein Wundermittel. Außerdem glaube ich nicht, dass diese Massage allein ausreicht. Aber sie hat sicherlich unterstützende Wirkung. Ich stelle durchaus Veränderungen in meinem Denken und Sein fest. Allgemein wirkt alles etwas positiver. Ich bin manchmal selbst von mir überrascht, dass ich gar nicht mehr so schwarz sehe.

Da ich mich nicht professionell mit der pränatalen Metamorphosetherapie auskenne, habe ich diesen Ansatz hier nur kurz und knapp vorgestellt. Im Internet gibt es einige Seiten mit tieferen Erklärungen und Bildern. Ich wollte lediglich auf diese Möglichkeit aufmerksam machen. Vielleicht gibt es jemanden, der dies ausprobieren möchte. Schaden kann es jedenfalls nicht.

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